Das Glas duldet keine Fehler. Es ist ein universelles Material, das in der Architektur angesagt ist, aber leider auch stoßempfindlich, empfindlich gegen große Temperaturunterschiede oder mechanische Beschädigungen ist. Es verformt sich im Unterschied zu Metallen oder Holz nicht allmählich, aber platzt sofort nach Überschreitung der Belastungsgrenze.
Warum ist es so wichtig, für die Fensterscheiben zu sorgen?
Obwohl das in der Fensterbranche verwendete Kalk-Natron-Glas hohe Qualitätsnormen erfüllt, hängt seine Lebensdauer größtenteils davon ab, wie wir für unsere Fenster – insbesondere im Sommer – sorgen.
- Bei hohen Temperaturen oder starker Sonneneinstrahlung wird das Glas besonders gegen unkontrollierte Erwärmung empfindlich, die z. B. bei partieller Bedeckung seiner Oberfläche entsteht.
- Nicht gehärtetes Standardglas kann in den Fenstern platzen, wenn der Temperaturunterschied auf einer Glasplatte ca. 40°C überschreitet. Praktisch bedeutet das, dass wenn die Temperatur der besonnten Fläche der Fensterscheibe z. B. 60°C und des im Rahmen verdeckten Teiles weniger als 20°C beträgt, können zur Schädigung führende Spannungen entstehen.
- Wenn die Exposition gegenüber extremen Temperaturen die oben erwähnten, unsichtbaren inneren Schädigungen verursacht, kann dies mit der Zeit zum thermischen Scheibenbruch führen.
Leider, wenn wir selbst (auch direkt) eine Schädigung verursachen, dann darf der Hersteller die Erbringung der Garantieleistungen verweigern.
Häufigste Fehler, die Glasbrüche in den Fenstern verursachen
Wie wir schon erwähnt haben, die Erwärmung der Scheiben ist als solche kein Problem – ein Problem kommt dann vor, wenn die Verglasung in unserem Fenster nicht gleichmäßig auf der gesamten Fläche erwärmt wird.
Was sollen wir also vermeiden? Hier sind typische Fehler, die die Hausbesitzer oft unbewusst machen:
- Partielle Bedeckung der Fensterscheibe
Nur die Hälfte der Fensterscheibe bedeckende Rollläden, Jalousien, Planen oder Folien, die den Raum abdunkeln sollen (z. B. dunkle Fensterfolien mit UV-Schutz im Schlafzimmer) sind ein einfacher Weg zu gefährlichen Spannungen und thermischen Glasbrüchen, die in der Regel an den Kanten oder in der Gegend des Rahmens vorkommen. - Gegenstände nah am Fenster und kein Luftzug
Große Blumentöpfe, Gartenmöbel und Werbebanner nahe der Fensterscheibe können erhebliche, punktförmige Temperaturunterschiede verursachen. Im Sommer erhöht sich das Risiko für Schädigung der Verglasung an einem windfreien Tag blitzschnell. - Kontakt mit Chemikalien
Das Glas in unseren Fenstern sollen wir nur mit weichen, reinen Lappen (z. B. aus Mikrofasern) und milden Reinigungsmitteln putzen. Der Kontakt mit Lösemitteln, Farben oder alkalischen Präparaten kann die Oberfläche der Scheibe oder die Abdichtung der Kante der Verglasung schädigen. Besonders bei Renovierungen sollen wir nicht vergessen, alle Verschmutzungen auf der Fensterscheibe, z. B. Klebstoffe oder Mörtel sofort zu putzen.
Gute Praxis, die kennenswert ist
Damit die Fensterscheiben uns ohne Probleme jahrelang dienen, soll man einige Grundsätze beachten.
Vor allem soll man partielle Bedeckung der Fensterscheiben vermeiden und die Rollläden oder Jalousien an sonnigen Tagen gleichmäßig herunterlassen, damit die ganze Glasplatte ähnlich beleuchtet wird.
Man empfiehlt nicht, die „thermischen“ oder abdunkelnden Schutzfolien ohne Absprache mit dem Hersteller selbstständig aufzukleben, da sie die Absorption der Sonnenstrahlen erhöhen und zur Überwärmung des Glases führen. Es ist auch wichtig, für einen Abstand zwischen der Fensterscheibe und Stoffen, wie Vorhänge oder Gardinen, zu sorgen.
Wir empfehlen auch, zusätzlich im Sommer, für die Luftzirkulation in den Räumen mit großen Verglasungen zu sorgen. Man soll nicht vor den Scheiben Gegenstände wie breitere Möbel, Kartons oder große Blumen stellen.







