Was sollte ein Bauträger in Bezug auf die Eingangstüren eines Wohnblocks beachten?
Gemäß dem Baugesetzbuch sollten Eingangstüren zu Gebäuden einen bequemen Zugang ermöglichen – auch für Menschen mit Behinderung. Diese Vorschrift gilt zwar nicht für alle Immobilien (ausgenommen sind z. B. Einfamilienhäuser und Gehöfte), aber sie gilt für Mehrfamilienhäuser. Die Gewährleistung eines bequemen Zugangs zum Gebäude für alle Bewohner – auch für ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen oder Menschen mit Behinderung – ist nicht nur aus rechtlichen Gründen wichtig, sondern auch aus Sicht der Mieter. Dies kann einer der Faktoren sein, die bei der Entscheidung über den Kauf einer Wohnung in einem bestimmten Gebäude berücksichtigt werden.
Was die Größe der Türen betrifft, so müssen laut Vorschriften die Eingangstüren zu Gebäuden, allgemein zugänglichen Nutzräumen und Wohnungen im Licht der Türzarge mindestens 0,9 Meter breit und 2 Meter hoch sein. Bei Eingangstüren zu Wohnblocks sind breitere Türen mit möglichst niedrigen Schwellen die komfortablere Lösung. So können Personen im Rollstuhl oder mit Kinderwagen bequem das Treppenhaus erreichen.
Das Baugesetzbuch legt auch klar fest, dass in Eingängen von Gebäuden (auch Mehrfamilienhäusern) Pendel- oder Drehtüren nur verwendet werden dürfen, wenn sich daneben Flügel- oder Schiebetüren befinden. Deshalb werden in Wohnblocks meist Flügeltüren eingebaut.
Ein weiterer Punkt ist die Sicherheit. Den Bewohnern ist es wichtig, dass keine unbefugten Personen Zugang zum Treppenhaus erhalten. Standard sind daher Eingangstüren, die mit einem Schlüssel und einem Code geöffnet werden können. Sie müssen auch ausreichend stabil sein, um Einbruchsversuchen standzuhalten. In den letzten Jahren werden für Türen, die in einem Wohnblock zum Treppenhaus führen, häufig Aluminiumtüren mit Plexiglasverglasung gewählt, die langlebig und widerstandsfähig gegen Beschädigungen sind.
Eingangstüren zu Wohnungen in Mehrfamilienhäusern – was ist zu beachten?
Die Bauvorschriften regeln nicht nur die Mindestabmessungen von Türen, sondern legen auch Anforderungen an die Höhe der Schwellen fest – in Mehrfamilienhäusern sollte diese 0,02 Meter nicht überschreiten. Was die Ästhetik der Türen angeht, hängt alles von der Vorstellungskraft des Designers oder Investors ab. Da die Wohnungen für Menschen mit sehr unterschiedlichen Geschmäckern bestimmt sind, ist es bei Wohnblocks am sichersten, sich an eher klassische, universelle Designs in „sicheren” Farben wie Braun- oder Grautönen zu halten.

Fensterkennwerte im Mehrfamilienhaus – Vorschriften und Normen in Deutschland
Die Vorschriften enthalten keine spezifischen Anforderungen an Fenster in Mehrfamilienhäusern – es gibt jedoch einige Artikel des allgemeinen Baurechts, die besonders beachtet werden sollten. Wenn es um gesetzliche Anforderungen an Fenster geht, werden meist die Bestimmungen zur Wärmedämmung erwähnt. Im Jahr 2017 hat die Europäische Union im Rahmen ihrer Politik zur Senkung des Energieverbrauchs die Anforderungen an die Energieeffizienz von Fenstern verschärft. Seit 2017 beträgt der maximal zulässige Wärmedurchgangskoeffizient für Fenster 1,1 W/m2K. In einigen Jahren wird dieser Wert noch weiter gesenkt werden.
Dies ist jedoch nicht die einzige Vorschrift, die Bauträger beim Bau von Wohnsiedlungen im Bereich der Fensterkonstruktion beachten sollten. Darüber hinaus:
- Legen die Vorschriften die zulässige Mindestfensterfläche fest – in Räumen, die für den dauerhaften Aufenthalt der Bewohner vorgesehen sind, muss sie mindestens 1:8 der Bodenfläche betragen. (Es ist zu beachten, dass dies beispielsweise nicht für Badezimmer, Toiletten oder Küchen gilt – sofern es sich um separate Räume handelt –, da diese nicht für den „ständigen Aufenthalt” vorgesehen sind, d. h. Räume, in denen sich dieselben Personen mehr als vier Stunden pro Tag aufhalten).
- In Mehrfamilienhäusern, die nicht mit einer mechanischen Belüftung/Klimaanlage ausgestattet sind, sollten die Fenster so konstruiert sein, dass mindestens 50 % der für den jeweiligen Raum erforderlichen Fensterfläche geöffnet werden können.
- Fenster in höheren Stockwerken dürfen sich nicht nach außen öffnen lassen (aus Gründen der Sicherheit und des Komforts der Bewohner ist es am besten, wenn sich alle Fenster an der Seite nach innen öffnen lassen – dies erleichtert unter anderem die Reinigung der Fenster erheblich).
Fenster in Wohnblocks – Materialien und Ästhetik

Vor Jahren wurden in Mehrfamilienhäusern zunächst Fenster aus Holz eingebaut, das oft nicht ausreichend imprägniert war, später dann aus PVC. Auch heute noch ist PVC-Fensterrahmen das am häufigsten verwendete Fenstermaterial in Wohnblocks – unter anderem aufgrund der Tatsache, dass diese Fensterrahmen gute Gebrauchseigenschaften zu einem relativ niedrigen Preis bieten. Ein weiterer Vorteil sind die vielfältigen ästhetischen Möglichkeiten: PVC-Fenster können in einer Vielzahl von Farben hergestellt werden. Wenn das Gebäude einen bestimmten Charakter hat, entscheiden sich Bauträger manchmal auch für teurere, aber besonders elegante Holzfenster.
Was das Aussehen der Fenster betrifft, ist es bei Wohnblocks sehr wichtig, dass der von außen erzielte Effekt einheitlich ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Fenster in einem Mehrfamilienhaus identisch sein müssen. Erstens sollten die Fenster in verschiedenen Räumen hinsichtlich ihrer Abmessungen an den Verwendungszweck und die Größe des Innenraums angepasst sein. Zweitens können Fenster in Wohnsiedlungen, wie Architekten erfolgreich beweisen, sehr unterschiedliche Farben haben. In den letzten Jahren ist im Mehrfamilienhausbau eine Tendenz zu beobachten, von den klassischen weißen PVC-Fenstern abzuweichen. Dies gilt insbesondere für Wohnsiedlungen in Großstädten. Designer entscheiden sich oft für Fenster in anderen Farben – nicht selten experimentieren sie mit Maßnahmen wie der Anbringung von Fenstern unterschiedlicher Farbe in verschiedenen Teilen des Gebäudes. Meistens geht dies mit einer Bemalung der Gebäudewände in zwei oder drei Farben einher – Fenster, die sich in Teilen der Wand befinden, die mit derselben Farbe gestrichen sind, haben dieselbe Farbgebung. Dies ermöglicht einen interessanteren visuellen Effekt und hebt das Projekt hervor, während die Kohärenz der Gestaltung erhalten bleibt.
Ein weiteres Thema im Zusammenhang mit Fenstern ist die Frage der Fensterabdeckungen für Erdgeschosswohnungen. Da Wohnungen in den unteren Etagen häufig Ziel von Einbrechern sind, die durch die Fenster in die Innenräume gelangen, berücksichtigen Bauträger zunehmend Außenrollos für Erdgeschosswohnungen in ihren Entwürfen. Diese Abdeckungen erschweren Einbrüche, und ihre Planung bereits in der Bauphase für alle Wohnungen im Erdgeschoss trägt dazu bei, die ästhetische Kohärenz der Fassaden zu erhalten.

Fenster und Türen für Wohnblöcke – wie wählen Sie aus? Zusammenfassung
Die Auswahl der Fenster und Türen für Mehrfamilienhäuser sollte teilweise nach denselben Kriterien erfolgen, die auch für Einfamilienhäuser gelten (insbesondere hinsichtlich der Produktparameter, z. B. der Wärmedämmung). Die Besonderheiten dieser Art von Gebäuden erfordern jedoch die Berücksichtigung zusätzlicher Faktoren – beispielsweise die Tatsache, dass Erdgeschosswohnungen anfälliger für Einbrüche sind und Straßenlärm dort lauter ist, oder dass alle Personen bequem durch die Türen zum Treppenhaus gelangen können sollten. Durchdachte Entscheidungen im Bereich der Fenster und Türen können daher den Wohnkomfort der Bewohner erheblich steigern.







